Skip to content

O-Ringe

PTFE-O-Ringe eignen sich hervorragend für Anwendungen in der Chemie-, Lebensmittel-, Pharma- und Medizintechnik. Sie bieten eine ausgezeichnete chemische Beständigkeit, sind physiologisch unbedenklich und sterilisierbar.
Zudem überzeugen sie durch einen breiten Temperatureinsatzbereich von -200 °C bis +260 °C und einen stick-slip-freien Lauf.
Logos von: Gepr. Qualität, TÜV SÜD, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, ESF, EU, Europäischer Sozialfonds.
Schnittansicht einer weißen, runden Faltenbalg-Manschette mit horizontalen Rillen.

O-Ringe aus PTFE und anderen Hochleistungskunststoffen

PTFE-O-Ringe werden vor allem in der Lebensmittel- und Chemie-Industrie, in der Pharmazie sowie in der Medizintechnik als statische Abdichtung an Flanschverbindungen, Deckeln etc. eingesetzt. Aufgrund ihrer guten chemischen Beständigkeit sind sie mit den meisten Flüssigkeiten und Chemikalien verträglich. Ausnahmen sind flüssige Alkalimetalle und einige Fluorverbindungen. Zudem sind sie physiologisch unbedenklich und sterilisierbar. Weitere Vorteile sind der große Temperatureinsatzbereich von ca. -200 °C bis +260 °C sowie der stick-slip-freie Lauf. Da sie spangebend hergestellt werden, können sie bis zu einem Durchmesser von ca. 1.000 mm in allen Abmessungen gefertigt werden.

Einsatzbereich

Einsatzmedien

Werkstoffe

Werkstoffe
CCN-01 (PTFE rein)
CCN-02 (PTFE modifiziert)
PTFE leitfähig
Typische Eigenschaften
geringe Gasdurchlässigkeit, universelle chemische Beständigkeit, gute Wechselbiegefestigkeit
sehr geringe Gasdurchlässigkeit, universelle chemische Beständigkeit
elektrostatisch ableitend
Einsatzbedingungen
Standardmaterial, Lebensmittelumfeld
bei erhöhten Anforderungen an Gasdichtheit und Oberflächengüte
bei ATEX-Anforderungen (Ex-Bereich), eingeschränkte Wechselbiegefestigkeit

Konstruktionshinweis

Bei PTFE-O-Ringen ist ein Dehnen oder Stauchen nur begrenzt möglich. Aufgrund der geringen Elastizität ist die PTFE-O-Ringabmessung gleich dem abzudichtendem Nennmaß zu wählen. Der Einbau sollte nur in leicht zugänglichen, geteilten Nuten erfolgen.

Einbauempfehlungen für den axialen, statischen Einbau

Schnittzeichnung eines O-Rings, der in einer Nut zwischen zwei grauen Objekten sitzt, mit Bemaßungen B5, T3 und R1.
O-Ring Nutabmessungen
Schnurstärke d₂ Nutbreite B₅ + 0,1 Nuttiefe T₃ + 0,05 Radius R₁
1,50 1,70 1,30 0,20
1,60 1,80 1,40 0,30
1,78 – 1,80 2,00 1,60 0,40
2,00 2,20 1,80 0,50
2,40 2,60 2,15 0,50
2,50 2,80 2,25 0,50
2,62 – 2,65 2,90 2,35 0,60
3,00 3,30 2,70 0,80
3,10 3,40 2,80 0,80
3,53 – 3,55 3,90 3,15 1,00
4,00 4,40 3,60 1,00
5,00 5,50 4,50 1,00
5,30 – 5,33 5,90 4,80 1,20
5,70 6,30 5,10 1,20
6,00 6,60 5,60 1,20
7,00 7,70 6,30 1,50
8,00 8,80 7,20 1,50
8,40 9,20 7,55 2,00

Eingestochene PTFE-O-Ringe

Da PTFE-O-Ringe härter sind Elastomer-O-Ringe, benötigen sie höhere Anpressdrücke. Dem kann man durch eingestochene Ringausführungen bis zu einem gewissen Grad entgegenwirken. Der O-Ring muss stets so eingebaut werden, dass der Druck des Mediums ein Aufspreizen des Schlitzes bewirkt.
U-förmiges Kabelmanagement-Zubehör aus weißem Kunststoff mit horizontalen Rippen.
Ausführung I – Einstich axial innen
Weißer, geriffelter Dübel mit Flansch auf weißem Hintergrund.
Ausführung A – Einstich axial außen
Weißer, geriffelter Dübel mit Flansch auf weißem Hintergrund.
Ausführung M – Einstich radial
Weißer, geriffelter Dübel mit Flansch auf weißem Hintergrund.
Ausführung SI – Einstich 45° versetzt innen
Weißer, geriffelter Dübel mit Flansch auf weißem Hintergrund.
Ausführung SA – Einstich 45° versetzt außen

FEP-ummantelte O-Ringe

FEP-ummantelte O-Ringe besitzen je nach Temperatureinsatzbereich und Medium einen elastischen Kern aus FKM oder VMQ. Durch die sehr hohe chemische Resistenz der FEP-Ummantelung wird der Kernwerkstoff vor dem Angriff des eingesetzten Mediums geschützt. (Eine Materialübersicht finden Sie bitte am Ende der Seite.) So eignen sich die O-Ringe ideal für sehr hohe chemische und thermische Beanspruchungen und weisen gleichzeitig die elastischen Eigenschaften handelsüblicher Elastomere auf. Die Montage muss besonders sorgfältig erfolgen, da FEP eingeschränkt dehn- bzw. stauchbar ist. Die Flexibilität kann durch das Erwärmen auf 80 °C bis 100 °C in heißem Wasser oder Öl erhöht werden.
Einsatzbereich Temperatur: -55°C bis +200°C (abhängig vom Kernwerkstoff)

Elastomer-O-Ringe

Ein Elastomer-O-Ring ist eine universelle Dichtung mit vielen Vorteilen. Eine hohe Dichtwirkung bei kleinem Einbauraum in Verbindung mit geringen Schraubkräften zeichnet diese Dichtungsart aus. Sie wird vorwiegend für statische Anwendungen verwendet. Als dynamische Dichtung oder für Linear- und Drehbewegungen ist ein Elastomer-O-Ring nur bedingt geeignet. Elastomer-O-Ringe eignen sich ideal für großen Druck und hohe thermische Beanspruchungen. Sie weisen einen geringen Reibungsverschleiß und eine hohe Lebensdauer auf. Die preiswerten Dichtungen sind in verschiedenen Shorehärten und für viele Medien verfügbar. Bei geringer Schmierung können Stick-slip-Effekte auftreten. Nach längeren Stillständen besteht die Gefahr des Anklebens, außerdem ist eine Spaltextrusion möglich.

Schnurstärken d2 nach Norm

Norm / Regelwerk Schnurstärken, Schnurdurchmesser (d₂) von O-Ringen in mm
Deutsche Norm metrisch DIN 3771 1,00 1,50 2,00 2,50 3,00 3,50 4,00 4,50 5,00 5,50
Internationale Norm ISO 3601-1 1,80 2,65 3,55 5,30 7,00
Schwedische Norm SMS 1586 1,60 2,40 3,00 5,70 8,40
Französische Norm NFT47-501 1,90 2,70 3,60 5,33 6,99
Japanische Norm JIS B 2401 1,90 2,40 3,10 3,50 5,70 8,40
Amerikanische Norm AS 568 A / Britische Norm BS 1806 1,78 2,62 3,53 5,33 6,99
Amerikanische Norm AS 568 A Reihe 990 1,02
2,08
1,42
2,20
1,63
2,46
1,83
2,95
1,98
3,00
Sonderabmessungen O-Ringe entsprechend Kundenspezifikation – weitere Schnurstärken auf Anfrage

O-Ring-Werkstoffe in der Übersicht Standartwerkstoffe

Bezeichnung nach ISO 1629 Basis-Elastomer Handelsnamen Eigenschaften
NBR Nitril-Butadien-Kautschuk Chemigum®, Buna N®, Nipol N®, Krynac®, Paracryl®, Perbunan N®, Hycar®, Elaprim® -25 °C bis +100 °C
Ein Synthesekautschuk mit hervorragender Beständigkeit gegen Kraftstoffe, Öle, Hydrauliköle, Schmierfette sowie sonstige aliphatische Kohlenwasserstoffe. Gute physikalische Eigenschaften wie hohe Abrieb- und Standfestigkeit sowie gute Temperaturbeständigkeit.
EPDM Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk Buna AP®, Dutral®, Epcar®, Keltan®, Nordel®, Royalene®, Vistalon® -40 °C bis +140 °C
Sehr gute Ozon-, Alterungs- und Witterungsbeständigkeit, auch heißwasser- und dampfbeständig. Gute Kältebeständigkeit im Vergleich zu anderen Synthesekautschuktypen. Stark quellend in aliphatischen, aromatischen und chlorierten Kohlenwasserstoffen.
VMQ Methyl-Vinyl-Kautschuk / Silikon Silopren® -50 °C bis +210 °C
Sehr gute Temperaturbeständigkeit. Ölbeständigkeit reicht an die von NBR heran, jedoch werden die guten physikalischen und mechanischen Eigenschaften nicht erreicht. Nicht für den Dauereinsatz in Heißwasser oder Dampf geeignet.
FKM Fluor-Kautschuk Viton®, Fluorel®, Technoflon® -20 °C bis +200 °C
Sehr gute Beständigkeit gegen Mineralöle, aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, Chlorkohlenwasserstoffe, konzentrierte und verdünnte Säuren sowie schwache Laugen. Hohe mechanische Werte, sehr geringe Gasdurchlässigkeit, hervorragende Alterungsbeständigkeit und sehr guter Druckverformungsrest.

Sonderwerkstoffe (Auswahl)

Bezeichnung nach ISO 1629 Basis-Elastomer Handelsnamen Eigenschaften
FEPM Tetrafluorethylen-Propylen-Copolymer-Kautschuk Aflas® -30 °C bis +200 °C
Peroxidisch vernetztes TFE-Elastomer mit hoher Beständigkeit gegenüber einer Vielzahl spezifischer Medien und Chemikalien wie z. B. Heißwasser, Wasserdampf, Säuren, Laugen, Ammoniak, Bleichmittel, saure Gase (H₂S), Öle, Amine, legierte Motoren- und Getriebeöle, Bremsflüssigkeiten und oxidierte Medien.
FFKM Perfluor-Kautschuk Kalrez®, ZALAK®, PAROFLUOR®, CHEMRAZ®, SIMRIZ® -15 °C bis +270 °C
Perfluorelastomere kombinieren die Eigenschaften von Elastomeren mit der nahezu universellen Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit von PTFE. Aufgrund des hohen Preises wird dieser Werkstoff nur in Spezialfällen eingesetzt.
FVMQ Fluorsilikon-Kautschuk FSE®, Silastic®, Sylon® -45 °C bis +175 °C
Gegenüber MVQ verbesserte Beständigkeit gegen Öle, Kraftstoffe und Lösungsmittel, insbesondere bei aromatischen und chlorierten Kohlenwasserstoffen sowie Alkohol. Geeignet für Anwendungen mit hohen Anforderungen, wie z. B. Dichtungen in automobilen Kraftstoffsystemen, der Luft- und Raumfahrt und der chemischen Industrie.
HNBR Hydrierter Nitril-Butadien-Kautschuk Therban®, Zetpol® -15 °C bis +150 °C
Hohe mechanische Festigkeit, verbesserte Abriebbeständigkeit und geringer Druckverformungsrest. Vergleichbare Medienbeständigkeit zu NBR bei gleichzeitig erhöhter Dampfbeständigkeit.
Kontakt
Lassen Sie uns über Ihre Anforderungen sprechen
Sie wünschen weitere Informationen zur Umsetzung Ihrer PTFE-Halbzeuge, Dichtungen oder Konstruktionsteile?
Andreas Madaus
Geschäftsführung
Schicken Sie uns Ihre Anfrage zu
Wir melden uns via Mail oder telefon innerhalb von spätestens 48h zurück.
Expertenteam aus
30+ Mitarbeitern
Gründungsjahr
2009
bisherige Kunden
1000+
Made in Germany
100%
UNVERBINDLICHE BERATUNG
In welchem Bereich dürfen wir Sie unterstützen?
Sie haben ein neues
Projekt?
Wir beraten Sie kostenfrei und unverbindlich zur
Sie möchten ein bestehendes Projekt verlagern?
Wir beraten Sie kostenfrei und unverbindlich zur